Der Sparwaschgang des Lebens

Er sitzt auf der Toilette 
die Tür zum Badezimmer steht offen
von hier aus betrachtet er die Waschmaschine 
in die er vor ein paar Minuten 
seine schmutzige Wäsche warf.
Sieht darin sein Leben ablaufen
man könnte auch sagen absaufen
es ist ähnlich wie die schmutzige Wäsche
die darin im Kreise läuft,
in einer bräunlichen Suppe schwimmt.

Ab und zu schmeißt du den ganzen Müll,
der sich im Kopf ansammelt
in die imaginäre Waschmaschine
wäschst das ganze bei 30 Grad,
natürlich im Sparwaschgang 
weil das Wasser und Zeit spart
und wunderst dich dann jedes mal 
über den ganzen Schmutz, 
der nach der Sparwäsche 
an dir haften bleibt. 
Und das machst du immer wieder...
sudelst dich im Alltagsdreck
und dann irgendwann 
bekommst du ihn einfach  
nicht mehr weg. 
Er bleibt. 
Haftet fest an dir,
wie feuchtes Laub im Herbst. 
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Autor: Phasenwaise

Vollende gerade meinen ersten Roman "Der Sehnsucht Wegen" und würde mich über Zuschriften von Verlagen freuen. Sie werden es sicher nicht bereuen. Schreiben ist für mich Lebensäußerung. Da sitzt man nun still in seinem Kämmerlein und sortiert Buchstaben, formt daraus Wörter, wie der Bäcker aus Teig ein Brot zu formen versucht. Doch der klare Vorteil des Bäckers ist, dass er sogleich nach Vollendung des Form und Backprozesses eine Resonanz bekommt. Wird das Brot munden oder nicht. Das ist es. Der vermeintliche Schreiberling, schreibt und schreibt bis alle Tage, verwirft alles wieder. Fängt neu an und wiederholt diesen Vorgang immer wieder.

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