Schere des Glücks

Jetzt sitzt du da,
mit den Resten  
von alldem, 
was euch verband. 
Es rinnt dir durch die Finger
wie zu fein gesiebter Sand

Es war doch alles perfekt,
sagte sie dir. 
Zuvor hast du so lange
darüber nachgesonnen,
fragtest dich, 
wann würde es 
endlich auch mal
zu dir kommen, 
dieses Glück. 

Greifbar nah 
war es, 
hättest es nur 
fassen müssen,
konntest du nicht,
Feigling 
der du nun mal bist. 

Wirklich schade 
sagte sie.
Bin wohl nicht 
dafür gemacht,
hast du dir
insgeheim gedacht. 

Ob es wohl doch so ist,  
dass alles gut ist, 
solange es noch 
Wunsch und eben 
nicht wahrhaftig ist. 

Und solange man es sich
noch vorstellt,
eben auch all den 
bald aufkommenden 
Alltagsbanalitäten standhält.
Advertisements

Autor: Phasenwaise

Vollende gerade meinen ersten Roman "Der Sehnsucht Wegen" und würde mich über Zuschriften von Verlagen freuen. Sie werden es sicher nicht bereuen. Schreiben ist für mich Lebensäußerung. Da sitzt man nun still in seinem Kämmerlein und sortiert Buchstaben, formt daraus Wörter, wie der Bäcker aus Teig ein Brot zu formen versucht. Doch der klare Vorteil des Bäckers ist, dass er sogleich nach Vollendung des Form und Backprozesses eine Resonanz bekommt. Wird das Brot munden oder nicht. Das ist es. Der vermeintliche Schreiberling, schreibt und schreibt bis alle Tage, verwirft alles wieder. Fängt neu an und wiederholt diesen Vorgang immer wieder.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s