netzabhängig

Kürzlich sprach mich 
auf der Straße jemand an, 
fragte mich, ob ich ihm mal 
mein Handy leihen kann. 
Ich verstand erst nicht, 
dachte, er will mich bestehlen
und sagte hey, das ist nicht 
einfach nur ein Handy, 
darin verbirgt sich ein Teil 
von meinem Leben. 

Doch, ich war ganz gebannt, 
als ich seinen wahren 
Beweggrund verstand. 

Er war auf der Suche nach einem
Ort; "wo das nicht ankommt". 
Einen Ort ohne Netzempfang?!
Ich will mich ja nicht 
zu weit aus dem Fenster lehnen, 
aber für viele wäre das wohl so,
als würde man ihnen die Luft
zum atmen nehmen. 

Wie soll das gehen? 

Dann müsste man sich ja 
wieder mit sich selbst
beschäftigen, vielleicht  
ein Buch zur Hand nehmen 
oder gar miteinander reden.

Die Idee ist gut, 
denke ich,
Blicke kurz vom Bildschirm auf,
für den Anfang lösche ich gleich 
mal meinen Browserverlauf.
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Autor: Phasenwaise

Vollende gerade meinen ersten Roman "Der Sehnsucht Wegen" und würde mich über Zuschriften von Verlagen freuen. Sie werden es sicher nicht bereuen. Schreiben ist für mich Lebensäußerung. Da sitzt man nun still in seinem Kämmerlein und sortiert Buchstaben, formt daraus Wörter, wie der Bäcker aus Teig ein Brot zu formen versucht. Doch der klare Vorteil des Bäckers ist, dass er sogleich nach Vollendung des Form und Backprozesses eine Resonanz bekommt. Wird das Brot munden oder nicht. Das ist es. Der vermeintliche Schreiberling, schreibt und schreibt bis alle Tage, verwirft alles wieder. Fängt neu an und wiederholt diesen Vorgang immer wieder.

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