Insomnia

Es ist 4.30 Uhr
der Tag 
ist noch nicht, 
aber ich nunmehr 
schon seit 
drei Tagen wach.

Das Kopfkino 
ist mal 
wieder lauter,
als der Wille 
zum Schlaf.

Aus dem Fenster schauen,
draußen,
wie auch drinnen 
beginnt das  
Morgengrauen.

Da hilft 
nur noch aufstehen
und raus gehen
fahren, fahren
auf der Autobahn. 
Aus der Dunkelheit
in die 
einzige Wirklichkeit,
die Einsamkeit. 
Wie vernebelt 
fahre ich,
durch die 
zuerst vertraut 
und dann immer 
mehr befremdlich 
wirkenden Straßen,
höre den Regen,
wie Nadelstiche 
gegen die Scheibe prasseln.

Für einen Moment 
denke ich,
der Nebel lichtet sich,
doch die innere schwärze
nimmt mir das Licht. 

Halte das Lenkrad fest
in der einen und 
Kaffee und Kippe
in der anderen Hand. 

Und was, 
wenn man einfach
unaufhörlich 
den Atem anhält,
weil allein
der Tod 
den Zeiger 
wieder zurück
auf Null stellt. 

Wir haben nichts
zu verlieren,
außer unserer Angst. 

Halte das Lenkrad fest,
mach die Augen zu,
zähle langsam 
bis drei. 
Vor meinem Inneren Auge
zieht mein Leben
an mir vorbei.

Totale Finsternis! 
Spüre, wie mein
Herz schlägt
und in diesem
Moment ist da 
irgendwas, 
was mich 
zum öffnen
der Augen bewegt. 

Im Bauch 
wächst die Wut.
War das jetzt  
mein freier Wille, 
oder doch nur
der fehlende Mut. 

Und ja, 
ich weiß, 
Depression
war und wird 
nie tragbar,
aber sie 
steht uns 
doch so gut. 

Da kannst du
noch so viele
Traumfänger knüpfen,
sie mir 
wie ein Mahnmal 
an den Rückspiegel hängen
ich werde doch nicht 
in deine 
Haus, Hund und Garten 
Rolle schlüpfen. 

Du sagst immer, 
mach die Augen auf,
du musst endlich anfangen,
nach vorne zu schauen. 
Doch damit hat er 
überhaupt erst begonnen,
der einen von innen 
zermürbende Alptraum!
Advertisements

Autor: Phasenwaise

Vollende gerade meinen ersten Roman "Der Sehnsucht Wegen" und würde mich über Zuschriften von Verlagen freuen. Sie werden es sicher nicht bereuen. Schreiben ist für mich Lebensäußerung. Da sitzt man nun still in seinem Kämmerlein und sortiert Buchstaben, formt daraus Wörter, wie der Bäcker aus Teig ein Brot zu formen versucht. Doch der klare Vorteil des Bäckers ist, dass er sogleich nach Vollendung des Form und Backprozesses eine Resonanz bekommt. Wird das Brot munden oder nicht. Das ist es. Der vermeintliche Schreiberling, schreibt und schreibt bis alle Tage, verwirft alles wieder. Fängt neu an und wiederholt diesen Vorgang immer wieder.

1 Kommentar zu „Insomnia“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s