Bianco.

Im Grunde 
meines Herzens
war ich wohl 
schon immer,
der gegen den 
Strom Schwimmer.

Ich weiß schon, 
es könnnte alles
so einfach sein,
doch stellte ich mir
ein ums andere mal 
kurz dem erreichen 
der Zielgeraden 
selbst ein Bein.

Verweilte zu oft 
an Orten, 
die ich besser 
nie entdeckte,
doch dachte ich wohl,
dass ich dort 
was ich glaubte
zu suchen versteckte.  

Nun wird es 
höchste Zeit 
all jene Andenken 
zu verbrennen
und aufzuhören
der Vergangenheit 
hinterher zu rennen. 

Also schließe ich 
die viel 
zu lange schon 
offen stehende 
und nichts als 
Kälte und Nordwind
bringende Hintertür. 

Mit der Hoffnung 
dann vielleicht 
wieder so rein 
und dumm zu sein,
wie ein weißes 
Blatt Papier.
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So weit wie noch nie

Ich mag das Gefühl,
bei dir zu sein,
dann fühle ich 
mich sicher
und viel 
weniger allein. 

Bereits auf dem Weg 
zu dir
finde ich
Stück für Stück 
näher zu mir. 

Ich mag 
das Gefühl 
ein Teil 
deines Lebens 
zu sein.
Und jedes Mal, 
wenn ich 
bei dir bin 
fühlt es sich 
so an, 
als wäre ich
daheim.

Bis einer geht.

Wir reden nun 
schon stundenlang 
ohne etwas 
zu sagen,
geschweige denn
zu fragen, 
einfach zu groß,
die Angst, 
die Wahrheit
zu erfahren. 

Immerhin 
fühlt es sich 
nicht ganz 
so schlimm an, 
wie die Tage zuvor, 
als wir 
uns stundenlang
gegenüber saßen
und schwiegen. 

Ob wir so lange
einfach irgendwas
reden können, 
bis alles gut ist,
wie es ist.

Doch wann, 
war das eigentlich
und wie lange würde
es wohl dauern, 
bis wir wieder 
dort wären
wo wir jetzt sind
uns einmauern
im luftleeren Raum. 

Und plötzlich 
ist es still,
weil keiner 
von uns 
sich weiter
im Kreise 
drehen will. 

Wird Zeit
umzudrehen, 
es bringt nichts 
gemeinsam 
immer wieder 
und wieder
den Abspann 
vor Augen 
zu sehen.

Liebe!

Eine Frage, 
die uns wohl alle 
zeitlebens 
immer wieder erneut
aufwühlt, bewegt 
zu Boden wirft
und wieder aufhebt...

Wohin sie geht, 
wenn sie unversehens
verschwindet,
wie eine Feder,
die der Wind 
mit sich trägt.

Urplötzlich 
ist sie weg, 
Zuvor 
konntet ihr kaum
voneinander lassen. 
Und dann 
sprecht ihr davon,
dass es 
unausweichlich ist 
einander zu verlassen. 

Gerade hieß es noch,
erst durch Dich 
ergibt mein Leben
einen Sinn. 
Und gefühlt einen
Windhauch später: 
Ich werfe alles hin. 

Wie ist das möglich? 
Erst 
Einssein 
ja, vielleicht 
sogar daran denken, 
es könnte ein 
"für immer" sein, 
bis zu dem Gefühl 
gemeinsam allein zu sein. 
Aber genau 
das ist es wohl,
was Sie so besonders 
und unvergleichlich macht, 
dass man eben noch,
wie ein gebranntes Kind
das Feuer scheut, 
und sich 
im nächsten Moment 
wie ein Schneekönig 
des Lebens freut. 

Und so 
werden wir sie 
wohl immer wieder 
finden, verfluchen 
und im nächsten
Augenblick wieder
sehnsüchtig 
nach ihr suchen.

Und selbst dann, 
wenn ich wüsste, 
dass am Ende
nichts davon 
übrig bliebe,
gibt es wohl
nichts anderes,
wofür es sich 
so sehr 
zu kämpfen lohnt, 
wie für die Liebe.